Donnerstag, 13. August 2026

Dass es sowas gibt:
Ringlotten-Charlotte

Ringlotten-Charlotte auf einem Teller, das von einem Mädchen gehalten wird.
Die Ringlotten-Charlotte ist einfach hergestellt, lässt sich super vorbereiten, schmeckt wunderbar und ist einfach so hübsch anzusehen.
Dass es sowas gibt: Der Ringlotten-Baum im Obstgarten meiner Eltern hat heuer keine einzige Frucht getragen. Während um ihn herum alles hängvoll war, die Marillenbäume ächzten und die vielen Zwetschken die Äste zu Boden bogen, stand er verloren da – und schaute auch insgesamt nicht besonders gut aus, wenn ich ehrlich bin. Ich muss mich an dieser Stelle zusammenreißen, keinen bewegenden Nachruf zu verfassen … in tiefer Dankbarkeit nehmen wir Abschied … aber nein, soweit sind wir noch nicht. Noch weilt er unter uns und wir warten einfach, was das nächste Jahr so bringt.

In der Zwischenzeit zeige ich euch etwas Tolles: eine Ringlotten-Charlotte! Es ist schon einige Jahre her, dass ich sie gebacken und fotografiert habe und ich kann mich noch so gut erinnern, dass das Minimädel ordentlich geschimpft und gejammert hat, weil das Ding soooo schwer war! Also haltet es in Ehren, dieses Rezept – das Produzieren der Bilder war Knochenarbeit!


Die Ringlotten-Charlotte passt übrigens ganz hervorragend zum Blogevent Sommerobst, das bei zorra im kochtopf von der lieben Friederike Fliederbaum ausgerichtet wird. Hiermit dafür eingereicht! Ich freu mich schon auf die Zusammenfassung der Rezepte!

Ringlotten-Charlotte auf einem Teller, das von einem Mädchen gehalten wird.Ringlotten-Charlotte auf einem Teller, das von einem Mädchen gehalten wird.

Ringlotten-Charlotte auf einem Teller, das von einem Mädchen gehalten wird.Angeschnittene Ringlotten-Charlotte auf einem Teller, das von einem Mädchen gehalten wird.

Ringlotten-Charlotte


Hach, eine Charlotte ist doch immer was Schönes … wer die erfunden hat, verdient einen Orden! Sie ist nämlich relativ einfach hergestellt, lässt sich super vorbereiten, schmeckt in all ihren Varianten wunderbar und ist einfach so hübsch anzusehen.

Zutaten für 1 Charlotte

Für das Biskuit
5 Eier
1 Prise Salz
5 gehäufte EL Zucker
5 gehäufte EL Mehl
½ TL Backpulver
abgeriebene Schale von ½ Zitrone

Zum Füllen der Biskuitroulade
200 g Marmelade (ich habe Quittenmarmelade genommen)

Für die Creme
1 großer Pfirsich
250 g Mascarpone
250 g Topfen 20% F.i.T.
150 g Sauerrahm
70 g Zucker
1 EL Vanillezucker
250 g Ringlottenpüree aus entsteinten, pürierten Ringlotten
8 Blatt Gelatine
200 ml Schlagobers

Zum Dekorieren
essbare Blüten aus dem Garten
Zitronenverbene oder Melisse
einige ganze, kleine Ringlotten

1. Für die Biskuitroulade den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

2. Die Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz steif aufschlagen, dann den Zucker zugeben und weiterschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und der Schnee stabile Spitzen bildet. Die Dotter einzeln unterrühren. Mehl mit Backpulver und Zitronenschale vermischen und über die Eiermasse sieben. Vorsichtig unterheben.

3. Die Biskuitmasse auf dem vorbereiteten Backblech verstreichen und im vorgeheizten Ofen etwa 12 Minuten backen.

4. Während der Backzeit ein frisches Blatt Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und mit etwas Kristallzucker bestreuen.

5. Das fertig gebackene Biskuit aus dem Ofen nehmen und mit Hilfe des Backpapiers auf das vorbereitete frische Backpapier stürzen – die Oberseite kommt nach unten. Das mitgebackene Backpapier vorsichtig abziehen. Biskuit mit Marmelade bestreichen und dann eng einrollen. Auskühlen lassen.

6. Die ausgekühlte Biskuitroulade in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden (bei mir ergab das 23 Stück). Eine von der Größe her passende Schüssel mit Frischhaltefolie und dann mit Rouladenscheiben auslegen (15 Stück) – die restlichen Scheiben beiseitelegen (sie werden zum Schluss benötigt).

Bild von der Herstellung der Ringlotten-Charlotte – eine Schüssel ist mit Biskuitrouladenscheiben ausgelegt.Nahaufnahme von Biskuitrouladenscheiben.

Bild von der Herstellung der Ringlotten-Charlotte – eine Schüssel ist mit Biskuitrouladenscheiben ausgelegt, die Creme ist eingefüllt.Bild von der Herstellung der Ringlotten-Charlotte – eine Schüssel ist mit Biskuitrouladenscheiben ausgelegt, die Creme ist eingefüllt, die Oberseite ist mit Biskuitrouladenscheiben abgedeckt.

7. Für die Creme den Pfirsich kurz in kochendes Wasser tauchen und dann häuten. Entkernen und das Fruchtfleisch würfelig schneiden.

8. Mascarpone, Topfen, Sauerrahm, Zucker und Vanillezucker glattrühren. Das Ringlottenpüree unterziehen.

9. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Sobald sie weich geworden ist, tropfnass in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Drei Esslöffel von der Creme zur Gelatine in den Topf geben, um die Temperatur auszugleichen. Dann diese Masse zur restlichen Creme geben und gut unterrühren. Zum Angelieren in den Kühlschrank stellen.

10. Schlagobers steif schlagen und beiseitestellen.

11. Sobald die Creme zu Gelieren beginnt, das Schlagobers sowie die Pfirsichwürfel unterheben.

12. Die Creme vorsichtig in die mit Biskuitrouladenscheiben ausgelegte Schüssel leeren und glattstreichen. Die Oberfläche mit den restlichen Scheiben bedecken. Mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens vier Stunden in den Kühlschrank geben (geht auch über Nacht).

13. Nach der Kühlzeit die Frischhaltefolie an der Oberfläche entfernen, einen schönen Teller auflegen und dann die Charlotte stürzen. Die Schüssel abheben und die Frischhaltefolie entfernen.

14. Die Charlotte mit Blüten, Kräutern und Früchten garnieren und servieren.

Angeschnittene Ringlotten-Charlotte auf einem Teller, das von einem Mädchen gehalten wird.

Tipps

  • Meine Charlotte ist relativ wenig süß – wenn ihr es lieber süßer habt, dann gebt 100 g Zucker in die Creme statt 70 g.
  • Für die Creme könnt ihr bei den Milchprodukten großzügig variieren – schaut einfach, was in eurem Kühlschrank noch so da ist. Sauerrahm kann durch Joghurt ersetzt werden, Mascarpone durch Frischkäse, …
  • Auch was die Früchte angeht: Hier passt vieles! Brombeeren, Birnen, Himbeeren, Feigen ...  

Genießt die erntereiche Sommerzeit!
Maria

Sonntag, 2. August 2026

Super Sache:
Kirschstiel-Sirup

Ein Fläschchen dunkelbrauner Kirschstiel-Sirup auf einem Holzuntergrund, daneben Kirschzweige mit Blüten und Dekokirschen aus Metall.
Kirschstiel-Sirup ist einfach hergestellt und kann aus frischen oder getrockneten Stielen zubereitet werden. Ein mildes Hausmittel bei Husten, vor allem bei Kindern beliebt.
Im Sommer schon an den Herbst denken? Aber sicher! Zumindest wenn es darum geht, sich für die nächste Erkältungswelle zu rüsten, die zu Schulbeginn im September mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mich und meine Familie wieder heimsuchen wird. Da ist es gut, einen wohlschmeckenden Vorrat an Hustensaft parat zu haben – und weil meine Kinder selbstgemachte Medizin viel lieber mögen als die aus der Apotheke (versteh ich total), mache ich ihnen gerne etwas Besonderes: Kirschstiel-Sirup!

Samstag, 25. Juli 2026

Not that deep:
Frozen Feta

Frozen Feta wurde auf Tomaten gestreut und das Gericht mit Olivenöl beträufelt. Das Gericht ist auf einem weißen Teller angerichtet und mit Basilikum garniert.
Frozen Feta ist schnell gemacht und eine erfrischende Alternative zu Caprese oder Tomaten-Feta-Salat. Ein köstliches Trendrezept!
Mitten in der Nacht (und bei Regen!) unterwegs mit der Mopedgang, um einen gruseligen Lost Place im Nachbarort zu erkunden? Nicht so deep, Mama!

Montag, 20. Juli 2026

Ein Tisch, der hat vier Seiten:
Kirschenstrudel

Zwei Stück Kirschenstrudel auf einem weißen Teller, im Hintergrund eine Schüssel mit Kirschen.
Rezept für einen köstlichen knusprigen Kirschenstrudel – ein wahres Familiengericht, das alle lieben!
Ein Tisch, der hat vier Seiten. Und um diese Seiten herum muss man gehen, immer einen kleinen Schritt zur Seite, immer in dieselbe Richtung, und dabei soll man den Teig, der in der Mitte des Tisches auf dem Strudeltuch liegt, jedes Mal ein kleines Stück mehr dehnen, nur ein bisschen, nie zu viel, damit er ja nicht reißt. So lange muss man seine Kreise ziehen, bis er hauchdünn ausgezogen ist – erst dann kommt die Mama, manchmal auch die Oma, und erledigt den Rest.

Samstag, 18. Juli 2026

Elfenhaft:
Duftender Rosenzucker

Rosenzucker in einer kleinen Schüssel, rundherum sind Rosenblüten. Eine kleine Kinderhand greift nach einem Blütenblatt.
Rosenzucker ist ein schnelles Rezept aus Duftrosenblüten, das viele Gerichte optisch und geschmacklich aufwertet und auch ein wunderbares Geschenk aus der Küche ist.
Mitten in einem Garten wuchs ein Rosenstock, der war ganz voller Rosen; und in einer derselben, der schönsten von allen, wohnte ein Elf. Der war so winzig klein, dass kein menschliches Auge ihn erblicken konnte. Hinter jedem Blatt in der Rose hatte er eine Schlafkammer. Er war so wohlgebildet und schön, wie nur ein Kind sein kann, und hatte Flügel von den Schultern hinunter zu den Füßen. Oh, welcher Duft war in seinen Zimmern und wie schön und klar waren die Wände; es waren ja die blassroten Rosenblätter.

- Aus: Der Rosenelf von Hans Christian Andersen

Dienstag, 14. Juli 2026

Die Küche bleibt kalt!
Okroschka – kalte Sommersuppe aus Russland

Bild einer Okroschka in einem weißen Suppenteller, rundherum frisches Gemüse.
Okroschka ist eine erfrischende und bunte, kalte Sommersuppe aus Russland, ideal zum Vorbereiten und Reste verwerten!
Danii von Lecker Bentos und mehr sucht bei zorra im kochtopf aktuell nach Gerichten, bei denen die Küche kalt bleibt – die beste Idee überhaupt bei diesen Temperaturen! Ich steuere ein kaltes Süppchen bei, das auf Basis meines selbst gemachten Kefirs zubereitet wird. Auch der leidet übrigens unter der Hitze und mag grade nicht so zuverlässig fermentieren, wie ich es von ihm gewohnt bin. Aber wir stehen das schon durch, wir zwei.

Samstag, 4. Juli 2026

Schokoladenmädchen:
Schokomousse-Torte mit Erdbeeren

Schokomousse-Torte mit Erdbeeren auf einem weißen Tortenteller mit frischen Erdbeeren dekoriert.
Schokomousse-Torte mit Erdbeeren braucht etwas Zeit, steht aber für göttlichen Tortengenuss: schokoladig, fruchtig, wunderbar!
Das Käferlein lernt zurzeit in der Schule (Endspurt!) spannende Dinge über Kakao und Schokolade, zum Beispiel: In der Anfangszeit dieser heute so gewöhnlichen Süßigkeit gab es sie nur als Getränk – und ausschließlich für die reiche Oberschicht. Es entwickelten sich feste Bräuche wie etwa jener, dass die Schokolade täglich um dieselbe Uhrzeit von einem eigenen Schokoladenmädchen serviert wurde.